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Porträt / Rundgang
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Herzlich Willkommen!
Wir sind eine Gemeinde mit 588 Gemeindemitgliedern, die auf vielerlei Art und Weise versucht, Menschen für den Glauben zu begeistern.
Dabei haben wir alle Altersgruppen im Blick, auch wenn es hier und da noch mehr Angebote geben könnte. Aber vielleicht sind Sie es ja, die sich mit in diesen lebendigen Organismus einbringen wollen.
Schauen Sie sich um auf unseren Seiten, bestimmt finden Sie auch etwas für sich. Wenn Ihnen etwas fehlt, dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wir tun, was sich machen lässt.
Auf der Seite "Aktuelles" gibt es die eine oder andere Predigt. In diesem Jahr sind es vor allem Predigten über Lieder von Paul Gerhardt, dessen 400. Geburtstag wir am 12. März feiern.
In der Hoffnung, uns einmal persönlich zu begegnen,
Ihr
Pfarrer Burkhard Sondermann
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Evangelische Kirche Gettenau
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Spätgotische Wegkirche der "fuldischen Mark" mit markantem und in der Gegend einzigartigen Treppengiebel.
Eine außen liegende Markierung nennt das Jahr 1485.
Im Inneren sind Reste gotischer Figurinen aufgestellt. Weitere Teile dieser Gruppe sind im Landesmuseum Darmstadt ausgestellt.
Der Bau erfuhr mehrere barocke Umbauten.
Er enthält eine schätzenswerte Orgel, des 19. Jahrhunderts.
Im Jahr 1929 erfolgte die Renovierung und Restaurierung der gotischen Maßwerkfenster.
Ende 1960er Jahre wurden moderne Kunstfenster in die Chorfenster eingefügt.
Das Wahrzeichen ist das, leider in den letzten Jahren unbelegte, Storchennest auf der Spitze des hohen Treppengiebels.
1485 lautet eine Jahreszahl am Bogen der Südpforte der in ihren Ursprüngen älteren Kirche zu Gettenau, deren besonderer Funktion als Gotteshaus und Zugehörigkeit in vorreformatorischen Zeiten noch ungeklärt ist.
Ihre Lage an einer Straßenkreuzung, vor einem kaum entwickelten Dorf an den Grenzen verschiedener Herrschaftsbereiche und die Themen der Figurinengruppe in ihrem Inneren (jetzt großenteils im Landesmuseum in Darmstadt) lassen Schlüsse auf eine Rolle als Station am Rande der fuldischen Mark im mittelalterlichen, hier noch auf römischen Resten verlaufenden Fernwegesystem für Reisende und Pilger zu.
Einige Einträge von Pfarrer Schrimpff in einem Großherzoglich Hessischen Denkmalfragebogen von 1882 machen folgende mit wenig Verständnis formulierte Angaben:
„ Eine Pfarrkirche befindet sich hier (dass sie irgendjemandem geweiht gewesen sei, ist unbekannt). Erbaut wurde sie anno 1480, später mannigfach verändert. Die Decke ist flach. Das ganze Gebäude ist ohne alle architektonische Bedeutung, hat einen kleinen spitzen, etwas schief stehenden Thurm, einen so genannten Dachreiter und 2 einfache Glocken, über deren Alter keine Mittheilungen gemacht werden kann.„
„ In dem hiesigen Schulzimmer stand bis vor wenigen Jahren ein alter, tannener, weiß angestrichener Schrank, der zur Aufbewahrung von Schulgeräthen benutzt wurde. Der Schrank ist mittlerweile unbrauchbar geworden und als Brennholz verwendet worden. Aber die mit dem Schranke selbst durchaus nicht harmonisierende Thüre wurde aufbewahrt und ist wohl der Erwähnung wert. Dieselbe, eine sog. Flügelthüre, enthält auf der Innenseite 2 Gemälde mit lebhaften Farben, Scenen aus der christlichen Märtyrergeschichte darstellend fast in Lebensgröße erschienen darauf Männer, Frauen und Kinder, Folterwerkzeuge in den Händen tragend. Diese Thüre scheint zu einem Altarschranke, wie man sie in alten Kirchen häufig findet, gehört zu haben und ist nicht zu ermitteln. woher sie stammt und wie sie in den einfachen Schulschrank gekommen ist. Über den Kunstwerth der genannten Bilder haben wir kein Urtheil. Auf unserer Veranlassung aber ist die Doppelthür, um sie vor dem Untergang zu bewahren, durch die Großherzogliche Bürgermeisterei nach dem hiesigen Rathaus in Sicherheit gebracht worden und wird, sobald einmal ein Kunstverständiger darüber aussprechen wird, deshalb weitere Verfügung getroffen werden.„
(Anmerkung von Pfr Landmann, 1923:)
„Die beiden Thüren, ehemalige Altarflügel unserer Kirche befinden sich im Landesmuseum in Darmstadt„
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1527 Die Reformation in Echzell (erster evangelischer Pfarrer: Kaspar Haun) erstreckt sich auch auf Bisses und Gettenau. Echzell war längere Zeit Sitz der Superintendentur Alsfeld.
Die beiden Echzeller Pfarrer versahen die Filialen bis Mitte des 19. Jahrhunderts von Echzell aus, vor Ort taten zeitweise Diakone und junge Theologen und Schulmeister als Lehrer Dienst, die auch den Kirchengesang und Lesegottesdienste unterhielten.
Mehrere in Echzell geführte sogenannte „Saalbücher„ geben Aufschluß über Vermögen der Filialen an Gebäuden und Grundstücken und Einkünften.
1615 Beginn der in Echzell aufbewahrten Gettenauer Kirchenrechnungen
1718 Erstes Kirchenbuch Gettenau mit Bisses, ältere Einträge sind in Echzell geführt.
1737-49
In der Archiven finden sich einige Dokumente, die wiederholt strittige Punkte der Dienstpflichten des Echzeller „Metropolitans„ in den Filialen zu klären versuchen.
1734-1963
Umfang der Familienbücher Gettenau
1740 Protokoll der Kirchlichen Verhältnisse in Echzell, Gettenau, Bisses im Gettenauer Archiv.
1743-1943
Umfang der Familienbücher Bisses zunächst von Pfarrer Reiber 1838 erstellt, spätere Ergänzungen
1799 Beginnt das erste eigene Kirchenbuch der Gemeinde Bisses. Die vorangehenden Einträge sind im ersten Buch Gettenau und frühere in Echzell zu suchen.
1857 wurde die Kirchengemeinde Bisses selbstständig und erhielt 1864 ein Pfarrhaus das 1965 verkauft wurde.
1864ff..
Vor Ort ansässig waren zwei Pfarrer 1864-1875 Pfarrer Karl Köhler und 1876-1899 Pfarrer Adolf Krauss.
1862-1864 wird das Pfarrhaus Gettenau erbaut, das immer wieder längere Vakanzzeiten und Vermietungen an Dritte erlebte.
1863-1865 wird Gettenau selbstständig und Pfarrer Renner bezieht als erster das 1864 fertiggestellte Pfarrhaus.
Die Gettenauer Pfarrer versahen zunächst zeitweise, später über längere Perioden und von 1983 bis 2006 andauernd die Kirchengemeinde Bisses mit.
Pfarrerliste Gettenau
1866-1872 Renner
1872 Marx Georg, Echzell und Sommerlad, Vakanzverwaltung
1873-1883 Schrimpf, Wilhelm Christian, Butzbach
1883-1885 Römheld, Bingenheim, Hildebrand, Echzell Vakanzverw.
1885-1894 Stamm, Karl, Okarben
1894-1896 Gussmann, Ludwig, Hirzenhain, Pfrverw.
1896-1916 Heintze, Heintze, Gießen
1916-1937 Landmann, Robert, Wonsheim Rhss
1937-1941 Pfeiffer, Pfarrverw., u.a.
1942-1949 Maue, Herbert, Gossau am Rhein, Pfarrverw., Pfr
1949-1962 Eilbacher, Rudolf, Bad Nauheim
1962-1967 Hofmann, Reinhold
1967-1969 Prescha, Echzell, Vakanz
1970-1971 Schnur Reinhard, Pfarrdiakon, Preiß Heinrich, Pfr, Echzell, Vakanzverwalter
1972-1976 Haag, Herbert, Pfarrdiakon
1976-1981 Preiß, Heinrich, Echzell, Vakanz
1982-1986 Weber, Heinz, Echzell, Vakanz
1986-1990 Friedrichs, Axel von
1991 Weber, Heinz, Echzell, Vakanz
1991-1996 Vosteen, Sabine, Herborn
1996 Weber, Heinz, Echzell, Vakanz
1997-1998 Leinberger, Bodo, Vakanz
1998-2006 Wahl, Hans-Jörg, Frankfurt a.M.
2006-2007 Sondermann, Burkhard, Hannover, Vakanz
2008 ff Sondermann, Burkhard, Hannover
Der Braunkohlebergbau breitet sich in der Gettenauer Gemarkung aus und betrifft auch Grundstücke der Kirchengemeinde.
1958-1960 entwarf und betrieb Pfarrer Rudolf Eilbacher mit der Kirchengemeinde, im Hinblick auf Verbesserung der Lebensverhältnisse in der Nachkriegszeit, die Anlage eines Parks auf dem alten Friedhofsgelände an der Kirche zu Gettenau, der später den Namen „Rudolf Eilbacher" Platz erhielt. Auch Ehrenmale für die Gefallenen der Kriege wurden in dieser Zeit errichtet.
1965 Gestaltung der modernen Glaskunstfenster in der Gettenauer Kirche durch einen lokalen Glaskünstler.
2000 Wandgestaltung durch den Künstler Stephen Porter im Rudolf Eilbacher Park.
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